Lösungssprint

Lösungssprint 2025

Digitale Wege zur Kompetenzförderung von Menschen mit Beeinträchtigung

Der zweite Lösungssprint zielte auf digitale Lösungen zur Kompetenzförderung von Menschen mit Beeinträchtigung. In der Planungsphase definierten die Netzwerkmitglieder die Zielgruppe anhand von zwei Personas:

    • Selina für den Übergang von der Schule ins Berufsleben
    • Thomas für die berufliche Weiterentwicklung aus der Werkstatt

 

Mitte Oktober trafen sich Akteur*innen aus der Praxis zu einem zweitägigen Online-Lösungssprint. Mit Innovationsmethoden erarbeiteten die Teilnehmenden ein gemeinsames Problemverständnis, u. a. anhand folgender Fragen: Wie gelingt soziale Teilhabe in neuen beruflichen Kontexten? Wie gut können Selina und Thomas ihre Stärken kommunizieren und berufliche Orientierungsschritte planen?

Basierend auf dem Problemverständnis wurden drei Lösungsansätze prototypisch entwickelt:

Idee 1: Berufs-Buddy App
Eine leicht verständliche App mit virtuellem Buddy, der beim Übergang von der Schule ins Berufsleben begleitet. Einstiegsmodule erklären den Umgang mit Tablet, Datenschutz und der App. In kleinen Rollenspielen kann Selina typische Situationen üben und erhält Feedback. Verschiedene Berufsprofile werden mit Bildern und Videos vorgestellt. Es gibt zudem ein Quiz, das berufliche Interessen abfragt.
Idee 2: Mein ICH-Buch
Ein digitales, einfach bedienbares Kompetenzbuch, das Thomas mit Inhalten befüllen kann. Es zeigt ihm seine Kompetenzen und macht sie für Arbeitgeber*innen und Unterstützer*innen sichtbar. Es enthält persönliche Daten, Fähigkeiten, Erfahrungen, Lieblingsaufgaben und Qualifikationen. Die Daten werden dezentral gespeichert und können z.B. per QR-Code weitergegeben werden.
Idee 3: Lern- und Job-Journey
Ziel ist eine umfassende digitale Begleitung – von der beruflichen Orientierung bis zum ersten Arbeitstag. Die App ermöglicht eigenständigere Entscheidungen und erleichtert Übergänge in neue Arbeitsfelder. Sie enthält Videos, die unterschiedliche Jobs vorstellen, und ein Matching, das die Interessen von Thomas mit seinen Kompetenzen und den Anforderungen von Tätigkeiten vergleicht. Die App schlägt Entwicklungsschritte vor, enthält Bewerbungs-Trainings und einen (KI-)Coach.

Eine Teilnehmerin des Lösungssprints resümiert das Treffen: “Im Rahmen des Lösungssprints konnte ich dank der genutzten Innovationsmethoden neue Perspektiven auf mir bekannte Herausforderungen gewinnen und konkrete Ansatzpunkte für die Praxis entwickeln.”

Im Nachgang des Lösungssprints befassen sich die Mitglieder des INNET damit, wie die entwickelten Lösungsansätze weiter konkretisiert und in der Praxis erprobt werden können. So tragen sie dazu bei, die digitalen Lösungen Schritt für Schritt in den Alltag von Schule, Werkstatt und beruflicher Orientierung zu überführen.

Lösungssprint 2023

Erfolgreicher Lösungssprint für digitale Innovationen in Werkstätten

Das INNET führte im Jahr 2023 erfolgreich einen ersten Lösungssprint durch, um digitale Verbesserungspotenziale für den Arbeitsalltag von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in Werkstätten herauszuarbeiten. 

Während des gesamten Prozesses legte das INNET großen Wert darauf, Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen direkt an der Lösungsfindung zu beteiligen.

Die Vorbereitung begann mit einem Planungstreffen, bei dem die Zielgruppe – Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in Werkstätten – und der Fokus auf Selbstbestimmung und Selbstmanagement festgelegt wurden.

Veranstaltung 1
Problemdefinition

Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen berichteten aus ihrem Arbeitsalltag. Mithilfe angepasster Innovationsmethoden wurde ein tiefes Problemverständnis entwickelt, das als Leitfaden für die folgenden Veranstaltungen diente.

Veranstaltung 2 & 3
Innovative Lösungsansätze

Die Teilnehmer*innen konzentrierten sich auf die Frage:
„Wie können digitale Hilfen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen dabei unterstützen, aktiv und selbstbestimmt ihren Arbeitstag zu gestalten?“

Dabei standen zwei zentrale Themen im Mittelpunkt: Die Entwicklung von Ansätzen für eine selbstbestimmte Aufgabenverteilung und die Förderung des eigenständigen Äußerns von Wünschen und Ideen im Arbeitsumfeld. Im Ergebnis wurden zwei App-Ideen für den Arbeitsalltag der Werkstattbeschäftigten entwickelt.

Über die Buttons gelangen Sie zu den Prototypen. Sie werden dafür auf einen anderen Server weitergeleitet.

Wir gehen neue Wege!

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Leah Kerstan

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